nOSTalgie pur! Ich reaktiviere meinen KC 85/3.

KC85/3; HC-CAOS 3.1Mai 2014. Nach über 10 Jahren der Lagerung im Schrank beschließe ich, meinen ersten eigenen Rechner, einen KC 85/3 wieder mal hervorzuholen.

Gesagt, getan. Ich hole den Rechner samt Zubehör aus den Schrank und stelle ihn in ein Fach der Schrankwand. Schnell sind die Verbindungen zur Stromversorgung und ein VHS-Signal-Kabel zum Fernseher hergestellt. Gespannt betätige ich die Power-Taste. Der Rechner fährt hoch. Noch ist nichts am Bildschirm zu sehen. Ich lasse den Kanal am Fernseher suchen. Und da erscheint der blaue Bildschirm mit dem „HC-CAOS 3.1“, dem Betriebssystem des Rechners. Es ist etwas unscharf.

Gespannt schließe ich nun die DDR-Datasette “LCR-C DATA” per Diodenüberspielkabel an den Rechner. Stromversorgung über das Netzkabel. Klappt, Diode in der Datasette leuchtet. Eine Kassete mit Spielen ist schnell gefunden. Im HC-CAOS „LOAD“ ausgewählt, PLAY-Taste auf der Datasette gedrückt. Und… Ein leichtes Ruckeln im Laufwerk und nichts weiter. Die Kassette steckt fest und Datasette lässt sich nicht öffnen. Abruptes vorläufiges Ende des Experiments. Ich bringe die Datasette erst einmal zum Rundfunkmechaniker meines Vertrauens.

Da ich noch über einen Kassettenrecorder verfüge, den ich zumindest zum Abspielen der Daten-Kassetten nutzen kann, ordere ich online einen Adapter von Klinkenstecker auf Chinch und ein Adapterkabel von Chinch auf Diodenstecker, die dann zusammen als Überspielkabel fungieren. Weiterhin kaufe ich ein TV-RGB SCART FBAS Anschlusskabel, um eine bessere Bildqualität auf meinem Fernseher zu erreichen.

Nachdem der KC 85/3 nun per TV-RGB SCART FBAS – Kabel mit dem SCART-Anschluss des TVs verbunden ist und der Kassettenrecorder per Klinken-Chinch-Diodenstecker-Überspielkabel an den KC 85/3 angeschlossen wurde, erfolgt ein weiterer Test. Mit „LOAD“ versuche ich nacheinander mehrere Spiele, die im Maschinencode vorliegen, zu laden. Sie werden Blogweise geladen. Doch leider folgt nach dem Laden des letzten Blogs die ernüchternde Anzeige „ERROR“. Die Selbststartadresse des jeweiligen Programms wird nicht angesprungen. Bestimmt liegt ein Hardwarefehler vor. Ich tippe auf einen defekten Elektrolydkondensator.

Zu meinem Glück bekam ich nach der Wende noch einen zweiten KC 85/3 aus den Beständen einer Berufsschule geschenkt. Diesen tausche ich nun gegen meinen alten, gekauften KC 85/3, der sogar noch aus der „Beta-Phase“ dieses Produktes stammt, aus.

Jetzt, endlich funktionieren die Spiele wieder. Die Spielhölle ist eröffnet. Ich verfüge über ne ganze Sammlung von KC 85 Spielen. Am liebsten spiele ich „Puresuid“, eine Pacman-Variante.

Später schaue ich mir mein innerhalb einer Förderungsvereinbarung programmiertes BASIC-Programm zur Darstellung der „Herleitung der Formel zur Berechnung des Schwerpunktes von Flächen“ an. Aber das ist eine andere Geschichte.

Über Thomas Greve

Thomas ist vielseitig interessiert. Besonders gern befindet er sich auf Reisen und Wanderungen. Als Hobbyfotograf findet er dabei die verschiedensten Motive. Seit der 10. Klasse der Polytechnischen Oberschule beschäftigt Thomas sich mit Computern. Er ist immer wieder fasziniert, wenn er neue Soft- und Hardware kennen lernen kann.

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